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Kristina Radl

Am 20. August 2006 besuchten wir das Fest der barocken Pferde in St. Oswald. Wir kauften 10 Lose- und wie im Märchen gewann eines davon den Hauptpreis: Leico ein Friesenjahrling! Wir nahmen ihn mit vielen Tipps von Elisabeth nach Niederösterreich mit. Nachdem sie uns angeboten hatte sie jederzeit um Rat fragen zu dürfen, kamen wir im November auf dieses Angebot zurück, weil Leico nach vier Monaten statt in die Höhe nur in die Breite ging. Nach diesem Bericht beschloss Elisabeth ihn zurückzuholen und sich das selber anzuschauen. Im Tausch bekamen wir Tristan von der Nockalm, der gerade frisch abgesetzt worden war.
Jeden Tag haben wir ihn dann besucht, gebürstet, spazieren geführt und unser Herz restlos an diesen kleinen Kerl verloren, der uns schon aus weiter Entfernung mit einem Brummeln begrüßt hat. Tristan ist ein sehr anhänglicher, sanfter, gefräßiger, neugieriger Friese und einer der immer offen für Neues ist. Egal was wir auch mit ihm anstellen, er macht mit Freude mit. So sind wir zusammengewachsen und als der große Abschied am 28.4.2007 kam, und wir ihn nach Hochwolkersdorf auf die Hengstweide brachten, befürchteten wir, dass ihn uns das halbe Jahr dort sehr entfremden würde. Doch diese Befürchtung trat nicht ein, denn immer wenn wir ihn besucht haben ist er uns freudig entgegen gelaufen. Die vorübergehende Trennung von Tristan und fast tägliche Besuche auf Elisabeth’s Homepage ließen uns am 25.5.2007 wieder einmal nach St. Oswald fahren. Zwei Friesenhengste hatten es uns angetan: Hermanus der V. und Fantango, der bei unserer Ankunft leider schon verkauft war.
Allerdings war Hermanus der V. – heute heißt er Matjas – Liebe auf den ersten Blick. Er ist ein absolut ruhiger, lieber, kleiner (154cm), kompakter Friesenwallach, mit einer Mähne von über einen Meter, der am liebsten ins Gelände geht. Er ist ein Traumfriese, der mit einem durch dick und dünn geht. Er macht genauso wie Tristan alles willig mit, nur wenn ihm etwas ganz gegen den Strich geht, wird er stur und man muss ihn mit Geduld langsam wieder in die richtige Bahn lenken. Mittlerweile geht er super in der Bahn Schritt, Trab und Galopp- im Gelände mutiert er sogar zum Galopper, der sich aber immer leicht einfangen lässt und nie ungut wird. Und wenn er ganz gut drauf ist, galoppiert er sogar aus dem Schritt an. Im Großen und Ganzen haben wir in den zwei Pferden unsere Traumrösser gefunden die wir nicht mehr missen wollen. Ein großes Dankeschön gebührt Elisabeth die uns diese zwei Pferde anvertraut hat und immer für uns da ist, wenn wir etwas brauchen.

